HAPPY TO BE ME

 

Videoinstallation: zur `Video Girl Barbie` von Mattel, Gruppenausstellung „Das dreckige Video“, HfG Karlsruhe

 

In der Videoprojektion ist auf einer Seite zusehen, wie eine Video-Puppe gebaut wird, auf der anderen Seite sieht man ein Found Footage Video. Sowohl das Youtube Video zweier Jungen, die sich bei dem Lied „I`m a Barbie Girl“ ihrer Kleider entledigen, als auch die Ausschnitte US-amerikanischer Nachrichtensendungen, in denen auf die Gefahr der Verwendung der Video Barbei für kinderpornographische Zwecke hin gewiesen wird, sind mithilfe einer solchen Puppe gedreht wurden. Die Kamera befindet sich als Halskette getarnt, zwischen den Brüsten der Barbie. Die Aufnahmekapazität des Video-Dolls beträgt 27 Minuten. Mittels eines rosa USB-Anschlusses kann das aufgenommene Material auf die Homepage das Herstellers geladen werden, wo es mit einer bereitstehenden Software bearbeitet werden kann.

So lassen sich die aufgenommenen Videos mit Comic-Bildchen und Sounds ergänzen oder per Zufallsprinzip zusammen schneiden.

Um die Funktionsweise der Puppe zu durchdringen wurde diese mittels einer Puppe und einer Camcorders nachgebaut. Das Produkt ist kein Spielzeug. Der Sinn des Spielzeugs ist verloren gegangen, denn man kann nicht mehr damit spielen. Man kann damit nur noch aufnehmen und so entsteht auch eine absurd klingende FBI-Warnung, dass die Barbie benutzt werden könnte um Kinderpornographie zu erstellen.

 

Nachgebautes Video Girl, Videoprojektion